Ui, das habe ich ja völlig verpasst: Jim Toomey, Erschaffer des tollen Strips Sherman’s Lagoon, erzählt in diesem kleinen TED Talk ein bisschen davon, warum er sich mit seinen Zeichnungen Unterwasser so sehr wohl fühlt.
Ich habe Sherman’s Lagoon erst relativ spät entdeckt und zwischen durch immer wieder einige Zeit aus den Augen verloren.
Die ersten zwei Drittel des relativ kurzen Talks sind ganz nett und ich kann sie ziemlich gut nachvollziehen. Das Ende ist mir dann allerdings doch etwas zu geschwollen.
Während ich vorhin darauf wartete, dass die Tiefkühlpizza fertig wird, habe ich doch mal kurz in Live Earth (N24) reingeschaut. Perfektes Timing, so dachte ich, als ich da die Beastie Boys in London über die Bühne wippen sah. Doch nach dem zweiten Blick stellte sich die Nummer als großer Irrtum heraus. Das waren gar nicht meine geliebten Beastie Boys. Das waren nur drei grauhaarige Erwachsene, die kaugummikauend irgendwas von So What’cha Want lallten, während ein noch viel unambitionierteres Publikum davor rumstand, zufällig in Richtung Bühne schaute und eigentlich nur darauf wartete, dass jetzt doch bitte endlich mal die Pussycat Dolls rauskommen. Ich sag’s Euch. Das war ein furchterregendes Bild, da im vorabendlichen Wembley Stadium. Und so sehr ich die Jungs eigentlich selber noch mal live sehen möchte, vorhin hatte auch ich ganz einfach nur den Wunsch, dass die da bitte endlich weggehen, die Pussycat Dolls rauskommen und ich deshalb abschalten kann. Und die Pizza, die war auch scheiße.
Ich habe gerade einen kompletten Zaun abgerissen. So’n Ding mit massiven Steinpfosten. Mit Vorschlaghammer, gegen springen und Wunderkerze Trennscheibe. Einfach kaputt machen. Eine unglaublich befreiende Sache, wenn man mal vom Aufräumen absieht.
Freundliche Blicke, Lachen, erkennbare Kunden-Dienstleister-Vertrautheiten. So sollte es sein. So ist es. Aber zusätzlich ist da noch diese andere Sache. Dieses beinahe unüberbrückbare Ding, das ich doch jedes Mal wieder vergesse und mich erst wieder daran erinnere, wenn ich ihm das nächste Mal die Tür öffne. Ich verstehe meinen DHL Mann nicht.
Ich verstehe nicht, welche Sprache er spricht, wenn er mir Pakete, Päckchen oder Klemmbretter unter die Nase hält. Ab und zu erkenne ich Schlüsselwörter. Das hilft. Namen der Nachbarn, bei denen er gelegentlich Päckchen hinterlässt, wenn ich nicht da bin. Dann gestikuliert er immer ganz wild mit seinem blauen Kärtchen, zeigt in alle Richtungen und im begleitenden Satz höre ich dann oft “Hoffmann”. Oder so was wie “Hausmeister”.
Anfangs tat mir das leid. Ich habe die Tür immer mit einem schlechten Gewissen geschlossen. Mittlerweile haben wir im „stillen“ Einverständnis unsere eigene Dynamik entwickelt. Wir kommunizieren auf einer völlig neuen Ebene. Gegenseitige Konfusion. Das macht riesig Spaß und hat schon manch beschissenen Vormittag gerettet.
Die seltenen Male, die ich rasenmähe, freue ich mich immer riesig, meine Kabelmanagementkenntnisse anwenden zu können, die ich seinerzeit als kameraakkutragender Praktikant bei Großstadtrevier erlernt habe.
Ja. Auch ich bin dabei. Auch ich werde heute den ganzen Tag mit einem Handtuch durch die Gegend laufen. Meinem Lieblingshandtuch. Das Handtuch, das dieses furchtbar schöne Retromuster hat. Außer dass es nicht retro ist, sondern original. Vorhin war ich schon einkaufen. Und ich war überrascht, wie wenig Leute sich überhaupt gewundert haben. Aber okay. Heute wundert man sich ja über vieles nicht mehr. Warum dann über jemanden, der nach der Morgendusche offenbar vergaß, das Handtuch wieder loszulassen.
Freuen tue ich mich schon auf nachmittags. Da werde ich dann mit Rucksack und Handtuch auf dem Deutschen Schienennetz unterwegs sein. Hähä.
Irgendwann habe ich mal gehört, Männer fühlen sich beim Grillen sexy. Glaube ich sofort. Schon mal einen grillenden Artgenossen beobachtet?
Themenwechsel. Ich habe vorhin Pfannkuchen gemacht und bei der Produktion des hier abgebildeten Exemplars erfüllte mich ganz plötzlich ein allumfassendes Wohlgefühl. Beinahe hätte ich angesichts dieser Schönheit geweint. Man beachte bitte die perfekte Maserung, den authentischen Teigtropfenrand und diese schon beinahe erotische Wölbung, die einem einfach nur das Wort „Genuss“ zuhaucht. Teigware in Perfektion. Erst wollte ich ihn einrahmen, dann dachte ich kurz Adoption, am Ende habe ich das wohl einzig Richtige gemacht. Foto, essen, bloggen.
Und wenn es jemals einen Grund geben hat, meine Kategorie “Texture Like Sun” zu benutzen, dann ja wohl diesen. Golden Brown, baby!
Achtung! Ich werde jetzt meinen SMS Speicher löschen. Komplett! Mit all den angesammelten Emotionalitäten der letzten zwei Jahre. Echt jetz! Ich mach das! Also gleich. Also wenn ich die noch mal alle… ach kacke.
Viele Leute sagen, Hörbücher machen Bücher kaputt. Niemand liest mehr, alle würden sich nur noch vorlesen lassen. Mag sein, keine Ahnung. Ist mir sogar verhältnismäßig egal. Ich nutze die ‘Erfindung’ des Hörbuchs alle Jubeljahre dazu, mir Geschichten erzählen zu lassen, die ich mir in Buchform nie angetan hätte. Noch nie habe ich einen Dan Brown Roman berührt. Ich habe mir aber zwei von ihnen von Michael Caines Synchronstimme vorlesen lassen. Seichte Unterhaltung während des Zeichnens, währen des Surfens und unterwegs. In keiner anderen Form habe ich Harry Potter eingenommen. Vorgelesen. Die ersten drei Teile lang habe ich dem etwas anstrengenden Rufus Beck zugehört. Dann entdeckte ich, dass die britischen Versionen von Stephen Fry gelesen werden. Herrlich.
Gestern konnte ich nicht schlafen. Selber Schuld, wenn man sich so spät noch Kaffee macht. So habe ich irgendwann das Hörspiel zu Frank Schätzings Schwarm angefangen. Das fand nämlich neulich über meinen Vater den Weg auf meinen Tisch. (Was ich natürlich nur scheinbar ganz beiläufig erwähne. Eigentlich will ich doch ganz eindeutig feststellen, dass ich mir das Ding nie selber gekauft hätte. Damit das klar ist!) Jetzt sitze ich hier schon den ganzen Sonntag rum, ignoriere nötige Schreibarbeiten, bin zur detailierten Aufnahme von Inhalten auf mir wichtigen Websites unfähig und verschlinge eine CD nach der anderen von diesem Monster.
Was ich aber eigentlich sagen will: HILFE! AUFHÖREN!!