Picassos “La Rêve” – Aus der Traum
Reicher Mann macht teures Bild kaputt.

Steve Wynn ist Unternehmer und Erfinder der ganz großen Casinos in Las Vegas. Das legendäre „Mirage“ ist sein Werk. Steve Wynn ist außerdem ziemlich reich und als wenn das nicht schon genug wäre, ist er darüber hinaus auch noch Kunstsammler.
So gehört ihm zum Beispiel Picassos „Le Rêve“. Sein Stolz, den er entsprechend in seinem neusten, teuersten und nach sich selbst benannten Casino/Hotel ausstellte. Doch offenbar wurde er des Bildes mit der Zeit überdrüssig oder aber das mit dem Reichsein lief gerade nicht so gut. Zumindest plante er, den Picasso zu verhökern. Für knappe 139 Millionen US Dollar. Ja. Das ist viel. Um genau zu sein, wäre das der höchste Preis gewesen, der je für ein Kunstwerk bezahlt worden wäre. Gut aufgepasst. Er wäre es gewesen.
Der gute Steve Wynn wollte aber noch ein letztes Mal so richtig mit seinem Schatz angeben. Und zwar vor ein paar Bekannten und Freunden.
Zu diesen Opfern gehörte auch Schriftstellerin/Regisseurin Nora Ephron. Unbekannt? Nun. Die Dame hat die Frauenwelt in den letzten zwei Jahrzehnten mit Meisterwerken wie Harry und Sally, Schlaflos in Seatle, E-Mail für Dich und Verliebt in eine Hexe beglückt. Aber vertiefen wir das nicht weiter, schließlich reden wir gerade über Kunst.
In ihrem Blog beschreibt Ephron das Schlüsselereignis der erwähnten Präsentation vor Freunden folgendermaßen:
…He raised his hand to show us something about the painting — and at that moment, his elbow crashed backwards right through the canvas.
There was a terrible noise.
Wynn stepped away from the painting, and there, smack in the middle of Marie-Therese Walter’s plump and allegedly-erotic forearm, was a black hole the size of a silver dollar – or, to be more exactly, the size of the tip of Steve Wynn’s elbow — with two three-inch long rips coming off it in either direction. Steve Wynn has retinitis pigmentosa, an eye disease that damages peripheral vision, but he could see quite clearly what had happened.
“Oh shit,” he said…
So’n Ärger. Ja. Im wahrsten Sinne. Aus der Traum. Bild und Verkauf geplatzt (Ha!).
Wie lässig mein neuer Freund Wynn auf den kleinen Ausrutscher reagiert hat, kann man bei ausreichendem Interesse in Ephrons Blog lesen. Außerdem kann man im selben Artikel auch noch erfahren, wo in Las Vegas die beste Steaks gebraten werden. Und das macht die Sache doch wirklich zu einem runden Entertainmentangebot.